8. Tagung Fahrerassistenz

Unternehmen und Forschung treiben die Entwicklung von hochautomatisiert fahrenden Fahrzeugen immer stärker und schneller voran. In nicht allzu ferner Zukunft wird diese Entwicklung unser Mobilitätsverständnis komplett revolutionieren. Die sich ergebenden Möglichkeiten sind endlos und werden in Summe eine Steigerung der Lebensqualität erreichen: Nie wieder Parkplatz suchen, Arbeiten auf dem Arbeitsweg, das Ende monotoner Fahraufgaben, Car-Sharing 2.0, und viele mehr.... Jedoch wird sich dieser Prozess nicht von heute auf morgen realisieren lassen, sondern sich noch über Jahrzehnte hinziehen. Es muss z.B. die Frage gestellt werden, ob hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge die prophezeite Zukunft herbeiführen oder sie im Mischverkehr untergehen werden.

Um das Potential voll ausschöpfen zu können, müssen Industrie, Forschung und Politik frühzeitig die Grundsteine legen und wesentliche Fragestellungen miteinander klären. Die Kommunikation und Kooperation zwischen Fahrzeugen unterschiedlicher Automatisierungsgrade müssen definiert und gestaltet werden. Eine Methode zur Absicherung hochautomatisierter Systeme muss definiert werden und es müssen, neben vielen anderen Aufgaben, Einführungsstrategien entworfen und festgelegt werden.

Bei der 8. Tagung Fahrerassistenz dreht sich alles um die Einführung des hochautomatisierten Fahrens. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und die bereits realisierten Ansätze zur Gestaltung der neuen Technologien, sodass diese gesellschaftlich akzeptiert und genutzt werden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Themen!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Markus Lienkamp

Programm

Die Tagung findet vom 22.-23. November 2017 bei unserem Partner TÜV Süd in München statt. Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Schwerpunktthemen

Die Tagung Fahrerassistenz lädt Sie herzlich dazu ein, sich mit einem Vortrag im Rahmen der folgenden Themenschwerpunkte zu beteiligen:

Technik

  • Deep Learing, Maschinenlernen
  • Umfelderkennung und Interpretation
  • Serverbasierte Funktionen, Umgang mit Big Data
  • Funktionale Sicherheit, redundante Systeme, Fail Operational

Absicherung und Freigabe

  • Testverfahren, Entwicklungstools
  • Testfelder
  • Absicherung lernender Systeme

Einführungsstrategien für automatisiertes Fahren

  • Teleoperation
  • Neue Logistikkonzepte
  • Verändertes Mobilitätsverhalten
  • Platooning
  • gesellschaftlicher Bedarf (z.B. Siedlungsstruktur, Städteplanung)

Akzeptanz, Recht und Zulassung

  • Nutzen und gesellschaftliche Akzeptanz
  • Umgang mit Daten / Informationen
  • Haftung

Vernetztes und kooperatives Fahren

  • Kommunikation, Technologien
  • Umgang mit Mischverkehr (manuell und automatisiert)
  • Funktionen (Sicherheit, Verbrauchseinsparung, Komfort)
  • Geschäftsmodelle, Einführungsszenarien

Mensch-Maschine-Interaktion

  • Standardisierung
  • Vorausschau- und Übergabestrategien
  • Systemverständnis an Systemgrenzen
  • Fahrer (Leistungsvermögen, Langzeitwirkung, Zustandserkennung, Fahrerabsichtsinterpretation)
  • Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern und Außenwirkung